Früherkennung, Untersuchung und Präventionsmöglichkeiten von Gebärmutterhalskrebs: Warum die regelmäßige Vorsorge so wichtig ist

Liebe Patientinnen,
eine neue Broschüre informiert über die Früherkennung, Untersuchungsmethoden und Prävention von Gebärmutterhalskrebs.
Sie können die Broschüre hier downloaden.
Gebärmutterhalskrebs: Vorsorge und HPV-Impfung schützen gemeinsam
Die Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs gehört zu den wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen in der Frauenheilkunde. Mit dem Pap-Abstrich und – ab dem 35. Lebensjahr – dem Ko-Test aus Pap- und HPV-Test können Zellveränderungen häufig erkannt werden, lange bevor daraus eine Krebserkrankung entsteht.
Ebenso wichtig ist die HPV-Impfung. Sie schützt vor den wichtigsten krebsauslösenden HPV-Typen und ist vor dem ersten sexuellen Kontakt am wirksamsten. Die STIKO empfiehlt sie für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren, Nachholimpfungen sind bis zum 17. Geburtstag vorgesehen. Auch junge Erwachsene können in vielen Fällen noch von einer Impfung profitieren. Die HPV-Impfung ersetzt die Früherkennung jedoch nicht – sie ergänzt sie sinnvoll.
Ein positiver HPV-Test bedeutet übrigens nicht automatisch Krebs. HPV-Infektionen sind sehr häufig und können viele Jahre unbemerkt bestehen. Deshalb sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen so wichtig.
Wenn Sie Fragen zur Früherkennung oder zur HPV-Impfung haben, sprechen Sie uns gerne an. Die HPV-Impfung bieten wir selbstverständlich auch in unserer Praxis an. Gemeinsam finden wir die Vorsorge, die am besten zu Ihrer persönlichen Situation passt.
Zusammenfasung:
Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs
In der Broschüre erfahren Sie weitere wichtige Details zur Früherkennung durch Pap- und HPV-Tests. Diese ermöglichen die frühzeitige Erkennung und in der Folge die Behandlung von Zellveränderungen am Gebärmutterhals.
- Frauen zwischen 20 und 34 Jahren sollten jährlich einen Pap-Abstrich durchführen lassen.
- Ab 35 Jahren wird alle drei Jahre ein Ko-Test (Pap + HPV) empfohlen.
- Bei auffälligem Pap-Test kann eine Kolposkopie notwendig sein.
- Kosten für Untersuchungen werden von Krankenkassen übernommen.
- Pap-Tests untersuchen Zellveränderungen, HPV-Tests nach Infektionen mit humanen Papillomviren.
- Pap-Befunde reichen von unauffällig bis krebsverdächtig, mit Einteilung in 5 Gruppen (Pap 0 bis Pap V).
- Bei Pap 0 sollte innerhalb von 3 Monaten wiederholt werden; bei Pap I ist Kontrolle im Routineintervall ausreichend.
- Auffällige Befunde (z.B. Pap IIID, IV, V) erfordern meist eine Kolposkopie und ggf. Gewebeentnahme.
- Hochrisiko-HPV-Typen (z.B. HPV 16, 18) sind besonders krebserregend.
- Ein positiver HPV-Test bedeutet nur, dass eine Infektion vorliegt, nicht automatisch Krebs.
- Bei negativem HPV-Test und unauffälligem Pap ist eine Kontrolle in 3 Jahren ausreichend.
- Bei positivem HPV-Test und unauffälligem Pap wird nach 12 Monaten erneut getestet.
- HPV-Infektionen können lange unbemerkt bleiben, eine Impfung ist auch im Erwachsenenalter sinnvoll.
- HPV-Impfung schützt vor bestimmten HPV-Typen und kann nach Konisation sinnvoll sein.
- Schutz vor HPV durch Impfung ist vor sexueller Aktivität am effektivsten.
- Männer haben kein standardisiertes HPV-Screening, aber Partnerinnen können sich auf HPV untersuchen lassen.
- HPV-Infektionen sind keine Zeichen von Untreue, können lange unbemerkt bleiben.
- Impfung ersetzt keine Früherkennung, sondern dient der Prävention.
- Weiterführende Untersuchungen wie Kolposkopie und Konisation sind bei Krebsvorstufen notwendig.
- Konisation ist eine schonende Operation zur Entfernung von Gewebeveränderungen, beeinflusst die Fruchtbarkeit nur geringfügig.
- Nach Konisation sollte man etwa 3-4 Wochen auf Geschlechtsverkehr verzichten.
- HPV-Impfung nach Konisation kann das Risiko erneuter Erkrankung senken.
- Die wichtigsten Schutzmaßnahmen gegen HPV sind Impfungen und Kondome, wobei letztere nur das Risiko reduzieren.
- Die STIKO empfiehlt HPV-Impfung für Jungen und Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren, Nachholimpfungen bis 17 Jahre.
- Auch Erwachsene bis 26 Jahre können noch von der Impfung profitieren, Kosten werden teilweise übernommen.
- Die HPV-Impfung ersetzt keine Früherkennung, sondern ergänzt diese durch Prävention.
