Wir geben nicht auf: Gemeinsam für eine verlässliche frauenärztliche Versorgung

Wir geben nicht auf: Gemeinsam für eine verlässliche frauenärztliche Versorgung

Liebe Patientinnen,

das GKV-Spargesetz ist inzwischen beschlossen. Trotzdem setzen wir uns weiter dafür ein, dass die geplanten Veränderungen nicht zu Lasten Ihrer medizinischen Versorgung gehen.

Am 5. September bin ich gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen nach Berlin gefahren. Dort haben mehrere tausend Menschen gegen die Einsparungen im Gesundheitssystem und die geplanten Reformen demonstriert – darunter zahlreiche Ärztinnen und Ärzte.

Gemeinsam haben wir vor dem Bundestag noch einmal lautstark ein Überdenken des beschlossenen Spargesetzes gefordert. Denn die Folgen können letztlich vor allem Sie als Patientinnen treffen.

Was zunächst nach Gesundheitspolitik und komplizierten Regelungen klingt, kann ganz konkrete Auswirkungen haben: längere Wartezeiten, weniger verfügbare Termine und Praxen, die möglicherweise keine neuen Patientinnen mehr aufnehmen können.

„Das kommt auf unsere Patientinnen zu“

Umso mehr freue ich mich, dass inzwischen auch große Medien auf das Thema und die möglichen Folgen für Patientinnen aufmerksam machen.

Mein besonderer Dank gilt Susanne Arndt und dem Team der BRIGITTE, die mir im Rahmen des Beitrags „3 Ärztinnen reden Klartext“ die Möglichkeit gegeben haben, auf die Situation in der ambulanten frauenärztlichen Versorgung aufmerksam zu machen und meine Kritik am Spargesetz zu erläutern.

Gemeinsam mit der Kinderärztin Bea Merscher und der Psychologischen Psychotherapeutin Johanna Thünker schildere ich dort, welche Auswirkungen wir durch die geplanten Veränderungen für unsere Patientinnen und Patienten befürchten.

Link zum BRIGITTE-Beitrag und meinem Statement

In meinem Statement erläutere ich für den Bereich der Gynäkologie, dass es unter anderem um wichtige Leistungen bei Schwangerschaftsbetreuung, Krebsfrüherkennung und Impfungen geht. Leistungen, die bislang außerhalb festgesetzter Budgets vergütet wurden, sollen künftig innerhalb bereits heute nicht kostendeckender Budgets erbracht werden.

Die möglichen Folgen treffen letztlich Sie als Patientinnen: Wenn Praxen notwendige Leistungen nicht mehr ausreichend vergütet bekommen und gleichzeitig immer mehr Kolleginnen und Kollegen in den Ruhestand gehen, dürfte es bedeutend schwieriger werden, die Versorgung im bisherigen Umfang aufrechtzuerhalten.

Besonders deutlich wird das bei der Schwangerschaftsbetreuung: Eine Schwangerschaft lässt sich weder planen noch budgetieren. Vorsorgeuntersuchungen, Beratungsbedarf und mögliche Komplikationen richten sich nicht nach Fallzahlen oder Quartalsgrenzen.

Deshalb stelle ich in meinem Statement für die BRIGITTE auch die Frage:

„Ist es wirklich der richtige Weg, dort zu sparen, wo Frauen Vorsorge brauchen, Schwangere Sicherheit benötigen und persönliche ärztliche Betreuung unverzichtbar ist?“

Auch wenn das Gesetz inzwischen beschlossen wurde: Wir werden weiter auf die möglichen Folgen aufmerksam machen und uns für eine verlässliche ambulante frauenärztliche Versorgung einsetzen.

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